Augenarztpraxis 

Dr. Strobl & Kollegen

Rosenheim & Prien am Chiemsee
Dr. med. H. Strobl & P. Strobl & Dr. med. C.-J. Ladwig

Hornhauttransplantation

Die Indikationen für eine Hornhauttransplantation sind sehr vielschichtig. Prinzipiell wird versucht, durch eine Wiederherstellung klarer optischer Medien die Sehfähigkeit wieder zu ermöglichen. Die häufigste Ursache für eine HH-Transplantation ist der Keratokonus.

Aber auch bleibende Narben nach Infektionen oder chronischen Entzündungen stellen eine typische Indikation für eine Operation dar. Selten muss in Fällen einer Perforation, sei es nach Verletzung (Unfall) oder Infektion (Ulcus) eine perforierende Keratoplastik (Hornhauttransplantation) durchgeführt werden.

Vor Entnahme des Spendermaterials sollte überprüft werden, ob der Spender an folgenden Erkrankungen litt: AIDS, Virushepatitis, Jakob-Creutzfeld, Tollwut, Leukämie, maligne Tumore des Auges, Z.n. refraktiver Laserbehandlung der Hornhaut.

Diese Erkrankungen bzw. Operationen stellen eine Kontraindikation zur Entnahme der Hornhaut dar. Diese Liste der Kontraindikationen lässt sich noch erweitern und betrifft nur die wichtigsten Kontraindikationen.

Nach der OP

Postoperativ ist eine lückenlose, engmaschige Kontrolle durch den behandelnden Augenarzt sehr wichtig. Für einige Monate sollte eine kortisonhaltige Tropftherapie zur Vermeidung einer Abstoßungsreaktion durchgeführt werden. Frühestens nach einem Jahr können die Fäden gezogen werden. Im Falle einer Doppelnaht wird nach ca. 1 Jahr der erste Faden, 6 Monate später der zweite Faden gezogen. Wichtig ist, darauf hinzuweisen, dass vor der Fadenziehung keine Kortisontropfen mehr verabreicht werden. Erst danach tritt eine Stabilisierung der Hornhaut ein, so dass eine Brille angepasst werden kann.